Was ist die MIFID?
Die neue EU-Finanzmarktrichtlinie
MiFID steht für "Markets in Financial Instruments Directive" (deutsch: Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente, ebenso amtlich als Kurzform: Finanzmarktrichtlinie) und ist eine Richtlinie der EU zur Harmonisierung der Finanzmärkte im europäischen Binnenmarkt.
MiFID wurde 2004 gemeinsam vom Rat der Europäischen Union und vom Europäischen Parlament verabschiedet und ersetzt die Wertpapierdienstleistungsrichtlinie (Investment Services Directive) aus dem Jahr 1993. Anfang Februar 2006 hat die europäische Kommission Entwürfe für die Durchführungsmaßnahmen der Richtlinie veröffentlicht, das Europäische Parlament stimmte einer Fristverlängerung zur Umsetzung zu. Demnach müssen die Mitgliedstaaten nunmehr die MiFID samt Durchführungsrichtlinie bis zum 31. Januar 2007 in Kraft setzen. Die Vorschriften selbst müssen spätestens ab dem 1. November 2007 Anwendung finden.
Die MiFID ist ein wesentlicher Punkt im Aktionsplan der Europäischen Kommission für Finanzdienstleistungen (FSAP - Financial Services Action Plan).
Ziele von MiFID
Ziele sind ein verbesserter Anlegerschutz, ein verstärkter Wettbewerb und die Harmonisierung des Europäischen Finanzmarktes. Aufgrund starker struktureller Veränderungen in den Wertpapiermärkten Europas kann die Richtlinie als Antwort auf viele offene Fragen gesehen werden.
Als Grundlage für die Konzeption der MiFID kann man die Zielsetzung sehen, dass Anleger - sowohl private als auch professionelle - befähigt werden, leichter innerhalb der EU, aber auch über deren Grenzen hinweg, zu investieren. Ebenfalls erleichtert werden Wertpapierdienstleistungen. Die Europäische Kommission versucht des Weiteren einen Wettbewerbsmarkt zu schaffen, der gleiche Bedingungen für alle europäischen Handelsplätze fördert. Diese Anstrengungen implizieren jedoch ebenso Schutzmaßnahmen für den Anleger.
Gemäß § 75 Abs. 8 WAG 2007 weisen wir Sie darauf hin, dass die österreichische Finanzmarktaufsicht auf ihrer Homepage (www.fma.gv.at) in der Rubrik "Verbraucher und Anleger" regelmäßig von der Wirtschaftskammer Österreich erhobene, marktübliche Entgelte von Wertpapierfirmen veröffentlicht.
Kundenkategorisierung
Wertpapierdienstleister sind künftig angehalten, ihre Kunden in drei Segmente einzuteilen, um - nach Schutzbedürftigkeit abgestuft - die für die einzelnen Gruppen richtigen Schritte in der Beratung und bei der Empfehlung von Anlagestrategien zu setzen.
Vom Gesetz her sind folgende Gruppen definiert worden:
- Privatkunden (Privatpersonen, aber auch Gewerbetreibende, Freiberufler und Firmen in allen möglichen Gesellschaftsformen, Stiftungen und Vereine)
- Professionelle Kunden (z.B. Kreditinstitute, Wertpapierfirmen, Finanzinstitute, Pensionsfonds etc.)
- Geeignete Gegenparteien (z.B. Handelspartner der Bank)
Die MERIT Alternative Investment GmbH stellt seinen seinen Kunden ein gesondertes Informationspaket zum Thema MiFID und Informationen zur individuellen Kundeneinstufung zur Verfügung.
Download PDF:
Allgemeine Informationen MiFID (69 KB)
Durchführungspolitik MiFID (99 KB)
Häufig gestellte Fragen MiFID (59 KB)
Interessenskonflikte MiFID (67 KB)
Risikohinweise MiFID (172 KB)
Liste der Ausführungsplätze (44 KB)







